Grunderwerbsteuer Rechner
Alle 16 Bundesländer — Grunderwerbsteuer, Notargebühren, Grundbucheintrag, Maklerprovision und monatliche Kreditrate auf einen Blick.
Immobiliendaten
Bayern/Sachsen 3,5% · Hamburg 5,5% · Berlin/Hessen 6,0%
Brandenburg/NRW/SH/Saarland/Thüringen 6,5%
Grundbucheintragung ≈ Kaufpreis × 0,3–0,5%
Berechnung nach GNotKG (bundeseinheitlich, nicht verhandelbar)
Käuferanteil max. = Verkäuferanteil (Bestellerprinzip seit 12/2020)
Käufer maximal 3,57% inkl. MwSt.
Typisch 9–15% des Kaufpreises je nach Bundesland und Maklereinsatz
Müssen vollständig aus Eigenkapital finanziert werden
D = Darlehensbetrag · r = Monatszins · n = Laufzeit in Monaten
Darlehensbetrag = Kaufpreis − Eigenkapital
Ergebnis
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Download — 9,99 € →Die vier Kaufnebenkosten
Beim Immobilienkauf entstehen Nebenkosten von 9–12% des Kaufpreises — oft unterschätzt und selten vollständig eingeplant.
Die Grunderwerbsteuer ist eine Landessteuer und variiert je Bundesland zwischen 3,5% (Bayern) und 6,5% (Brandenburg, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein). Bei einem Kaufpreis von 350.000 € macht das den Unterschied zwischen 12.250 € und 22.750 € — ein Unterschied von über 10.000 €, der allein von der Lage abhängt.
Jeder Immobilienkauf in Deutschland muss notariell beurkundet werden. Die Notargebühren richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und betragen in der Regel 1,0–2,0% des Kaufpreises. Beim Kaufpreis von 350.000 € sind das ca. 3.500–7.000 €. Der Notar beurkundet den Kaufvertrag, die Auflassungsvormerkung und die Grundschuldeintragung.
Das Grundbuchamt trägt den neuen Eigentümer und die Grundschuld ein. Die Kosten betragen ca. 0,3–0,5% des Kaufpreises. Ohne Grundbucheintrag ist der Käufer rechtlich kein Eigentümer — die Eigentumsübertragung wird erst mit der Eintragung wirksam. Bei Finanzierung wird zusätzlich die Grundschuld (Sicherheit der Bank) eingetragen.
Seit Dezember 2020 gilt das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, zahlt mindestens 50% der Provision. In der Praxis teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision häufig. Die übliche Gesamtprovision beträgt 5,95–7,14% inkl. MwSt., davon zahlt der Käufer in der Regel 3,57%. In einigen Regionen ist kein Makler eingeschaltet — dann entfällt diese Position.
Banken finanzieren in der Regel maximal 80–90% des Kaufpreises. Zusätzlich müssen die Nebenkosten (9–12%) aus Eigenkapital bezahlt werden — Banken finanzieren diese nicht. Die Faustregel: Mindestens 20% des Kaufpreises als Eigenkapital, plus alle Nebenkosten. Bei 350.000 € also mindestens 70.000 € EK + ca. 35.000 € Nebenkosten = 105.000 € Gesamtkapitalbedarf.
Die monatliche Rate setzt sich aus Zinsen (auf die aktuelle Restschuld) und Tilgung zusammen. Bei 3,5% Zins und 2% Tilgung auf ein Darlehen von 262.500 € (75% von 350.000 €) ergibt sich eine Monatsrate von ca. 1.203 €. Die Zinsbindung (z.B. 10 Jahre) legt den Zinssatz fest — danach folgt die Anschlussfinanzierung zu dann aktuellen Konditionen.